Fleißige Bienen arbeiten nun im Museumsdorf

Ein neues Bienenvolk ist in das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach eingezogen, dem man auch noch beim Arbeiten zusehen kann: Im Schaukasten können Besucherinnen und Besucher vieles über die kleinen Tiere lernen – und nebenbei auch noch die Bienenkönigin suchen.

Bereits im letzten Jahr stieß die neue Präsentation des Themas Bienen im Museumsdorf bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse. Gemeinsam mit dem Bezirks-Imkerverein Biberach ermöglicht das Museumsdorf in Kürnbach auch in diesem Jahr bemerkenswerte Einblicke in das Leben der Bienen. Nachdem Werner Schad vom Bezirks-Imkerverein das Bienenvolk im Winter ausquartiert hatte, brachte er nun das neue Volk für den Schaukasten nach Kürnbach. Die Bienen reisten bequem auf mehreren Rähmchen an und wurden vom Imker fachgerecht in den Schaukasten umgesiedelt.

Besonderheit des Kürnbacher Bienenvolks

Vor einigen Wochen schon hatte Imker Werner Schad von einem großen Bienenvolk einen Teil abgezweigt und diese Bienen eine eigene Königin ausbrüten lassen. Die neue Königin markierte er mit einem giftgrünen Plättchen – der Spitzname der Königin war im Museumsteam deshalb schnell gefunden: Königin Kiwi. Besonders an dem Kürnbacher Bienenvolk ist seine vergleichsweise geringe Größe: Es summen nur rund 6.000 Tiere im Schaukasten herum, während in großen Völkern sonst bis zu 50.000 Bienen leben. Für diese Anzahl ist der Schaukasten jedoch zu klein. Aufgrund der Größe wird im Kürnbacher Schaukasten auch kein Honig „geerntet“ – den braucht das Volk selbst zum Überleben. Wenn es über längere Zeit kühl und regnerisch ist und die Bienen nicht ausfliegen können, füttert Werner Schad sogar noch zu.

Die Suche nach der Königin

Im Schaukasten können sich die Besucher nicht nur auf die Suche nach der Königin begeben, sondern auch entdecken, wie im scheinbar chaotischen Gewusel tausender Bienen mit erstaunlicher Effizienz gearbeitet wird. „Der Schaukasten war schon 2019 für Kinder wie für Erwachsene ein Hingucker“, betont Landrat Dr. Heiko Schmid. Der Schaukasten sei ein Beispiel für die Stärke des Museumsdorfs, profunde kulturgeschichtliche und ökologische Informationen auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. „Und daran hat sich auch im Corona-Jahr 2020 nichts verändert. Neu ist nur, dass wir zum Schutz unserer Besucher die Griffe des Schaukastens nun regelmäßig desinfizieren.“

Bildunterschrift

Landrat Dr. Schmid lässt sich von Bezirksimker Werner Schad das neue Bienenvolk des Museumsdorfs zeigen. – Foto: Landratsamt Biberach/Riss

Vielleicht gefällt dir auch